Fit for Job

  

Pesta – unter den 10 besten Realschulen Deutschlands --- 10.-11. November 2006

Die Pestalozzischule Apolda wurde am Freitag im Rahmen des Wettbewerbs „Fit for Job“ für das Erreichen der Finalrunde 2006 geehrt. 230 Schulen bundesweit hatten sich für den „Bundesschulpreis für herausragende Berufsvorbereitung“ der Wirtschaftsjunioren Deutschlands und der SRH Learnlife beworben. In der heutigen Wirtschaftssituation reichen Standardansätze nicht aus, wenn man Jugendlichen das Rüstzeug für das Berufsleben geben möchte. Das ist auch den 10 Realschulfinalisten wichtig, die sich in Heidelberg mit ihren Best-Practice-Projekten, der besonderen Berufsorientierung, der Wirtschaftsjury stellten.

Besonderer Dank gilt den Kooperationsbetrieben Gebr. Becker GmbH, dem Hotel am Schloß und dem Marktkauf, die das Projekt „Pesta ganz nah an der Wirtschaft“ unterstützen.

Die TA schrieb:

Fit in den Beruf Ehrung: Apoldaer Regelschule gehören zu den zehn Finalisten um den Bundesschulpreis Die Pestalozzischule macht fit für den Job. Eine Auszeichnung für hervorragende Berufsvorbereitung setzt ihren schulischen Aktivitäten jetzt die Krone auf... von Theresa Urban

„Wer nicht bereit ist, das Ufer aus den Augen zu verlieren, wird nie neue Länder entdecken.“ Was Andre Gide hinsichtlich des Reisens formulierte, hat sich die Pestalozzischule in Punkto Berufsvorbereitung auf die Fahnen geschrieben. Für ihre Projekte und innovativen Unterrichtsmethoden erhielt die Apoldaer Regelschule am Wochenende in Heidelberg eine Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Fit for Job“. Unter den 230 Teilnehmern, die sich um den Bundesschulpreis für herausragende Berufsvorbereitung beworben hatten, erreichte die Pestalozzischule sogar die Finalrunde und gehört somit zu den zehn besten Berufsvorbereitenden Realschulen in ganz Deutschland. Die Wirtschaftsjunioren und die SRH Learnlife Heidelberg, die den Preis jährlich ausschreiben, beurteilten, wie gut die Berufsvorbereitung in den Schulunterricht integriert wird. Auch die Kooperation mit regionalen Unternehmen soll gefördert werden, so dass Schule und Wirtschaft ein enges Bündnis eingehen. In Heidelberg stellten die Lehrerinnen Jutta Hein und Iris-Mariana Koscielny der Jury in erster Linie den neu entwickelten Profilierungsunterricht vor. Bereits im zweiten Jahr betreiben die Schüler eine fiktive, virtuelle Firma. Zwischen siebenter und neunter Klasse belegt jeder Schüler einen Teilbereich der Firma. Produktion, Versorgung und Kaufmännisches stehen zur Auswahl. Zusätzlich werden alle Schüler in Marketing unterrichtet. Im September 2005 unterzeichnete die Schule Kooperationsverträge mit dem Hotel am Schloss, der Firma Becker und dem Marktkauf. In der Praxis ermöglicht das den Schüler Betriebserkundungen oder Unterricht mit Mitarbeitern der Firmen. Besonders effektiv ist das Training von Einstellungsgesprächen, das die jeweiligen Geschäftsführer den Schülern anbieten. Diese finden sich plötzlich in einer realen Situation wieder und sind später auf die tatsächlichen Gespräche besser vorbereitet. Die Pestalozzischule fördert außerdem Praktika. Die Schüler können sowohl in der achten als auch in der neunten Klasse je zwei Wochen in die Arbeitsprozesse eines Betriebes hinein schnuppern. Viele Berufsbilder werden dann erst klar. Nach einem Praktikum entscheidet sich mancher auch gegen den Beruf. „Das ist immer noch besser, als später die Lehre abzubrechen“, findet Beratungslehrerin Jutta Hein.