Chronik der Schule - Vor 130 Jahren

 

Ausgehend von den vorliegenden Entwürfen wurde ein Kostenvoranschlag in Höhe von 219.335,41 Mark erstellt, wobei die Stadtsparkasse die Finanzierung übernahm. Die Gesamtkosten für den Bau aus gelbem und rotem Klinkerstein beliefen sich später auf 250.000 Mark.

Nach der Grundsteinlegung am 17. September 1888 führte man die Bebauung zügig durch, so dass die Schlüsselübergabe an den Rektor Fischer am 03. Juli 1890 erfolgen konnte. Beim Rundgang mit den Ehrengästen wurden die guten Bedingungen für die Schüler gelobt, die so beim Umbau von Fabrikräumen für die „Graue Schule“ nicht erreicht werden konnte. Die Sophienschule besuchten nun die Knaben, während die „Graue Schule“ als Mädchenbürgerschule diente.

In den Pausen hielten sich die Schüler der Sophienschule in der Bachstraße auf. Dort  war  damals  der Schötener  Bach  mit Holz  abgedeckt. Von der Sophienschule wurde die Städtische Turnhalle und der Turnplatz an der Halle genutzt. Ich wir folgen diesen Traditionen und unterrichten noch heute Sport in der Städtischen Turnhalle.

In der Regel wurden die Schüler nach 8 Jahren entlassen.

Welche Fächer gab es?

Ab Klasse 5 wurde auch in Geschichte unterrichtet, ab Klasse 6 in Katechismus, Aufsatz, Zeichnen, Naturkunde, Raumlehre und wahlweise Turnen oder Handarbeit und ab Klasse 7 kam Rechtschreibung dazu. Die Unterrichtsfächer in Klasse 8 waren: Lesen, Schreiben, Biblische Geschichte, Singen, Rechnen und Erdkunde.

Besonders begabte Schüler verließen die Sophienschule und besuchten die Realschule in der Dornburger Straße oder das 1913 erbaute Lyzeum in der damaligen Bismarckstraße (heute Friedrich-Engels-Straße).